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Nicht nur Frauen generell sind innerhalb der Jazzmusik deutlich unterrepräsentiert – vor allem auch Frauen, die sich zu „People of Color“ zählen, haben es wegen anhaltender Benachteiligung besonders schwer, sich in der Szene durchzusetzen.

Deswegen initiierte RomaTrial e.V. das einjährige Programm RomnjaJazz: Im Zentrum stehen Jazzmusikerinnen und -komponistinnen aus Berlin mit Sinti- und Roma-Hintergrund.

Die WERKSTATT DER KULTUREN , die sich als Veranstaltungshaus und Produzentin zur Aufgabe macht, aktuelle (kultur- und migrations)politische Entwicklungen in den Blick zu nehmen und sie mittels unterschiedlicher Kunst-, Kultur- und Aktionsformen zu thematisieren, präsentiert im September 2019 drei Konzerte der Künstler_innen.

Mit der Reihe WorldWideMusic goes RomnjaJazz setzt die WERKSTATT DER KULTUREN nicht nur seinen konsequenten Fokus auf Transkulturalität und Diversität fort, um damit die Berliner Vielfalt migrantischer und minoritärer Kultur-, Kunst- und Aktionsformen abzubilden. Sie führt damit auch den Jahresschwerpunkt Balance for Better weiter, der bereits mit den Konzertreihen She´s Got Jazz und WorldWideWomenMusic mehr Sichbarkeit von Künstlerinnen in der Berliner Musikszene schafft. Das Haus positioniert sich damit erneut als eines der wenigen Kultureinrichtungen bundesweit, die WoldJazz nicht nur auf die Bühne bringen, sondern das Gesicht des Genres von Morgen prägen, nicht zuletzt auch durch das hauseigene WorldJazzEnsemble Little Big Band.

 

J. LAMOTTA DUO

Die in Berlin lebende Künstlerin J.Lamotta durchlief Blues, Jazz, Hip-Hop, Soul und selbst produziertem Beat-making zu ihrem neuesten RnB-Feeling. Lamotta wurde in Tel Aviv in einer Familie mit marokkanischen Wurzeln geboren, was ihre ästhetischen und stilistischen Entscheidungen auf bedeutende und doch subtile Weise beeinflusst.

Sie mischt Lauryn Hill, J Dilla, Marvin Gaye, Aaliyah und Billie Holiday in ihre Musik ein und behält gleichzeitig eine einzigartige Stimme in der heutigen Musik. Der intime und persönliche Ausdruck war schon immer das Hauptelement in Lamottas Liedern.

 

RIAH KNIGHT

Riah May Knight wurde 1996 in Sussex, England, geboren. Mit ihrem Hintergrund als Britin und Romnja wuchs sie inmitten der Roma-Bürgerrechtsbewegung auf, durch die sie politisiert wurde und eine Plattform für ihre Arbeit erhielt.

Riah spielt Jazz Inspired, Downtempo und Original Soul und schreibt und tritt seit zwölf Jahren als Sängerin und Songwriterin auf, unter anderem in Institutionen wie dem Notre Dame und dem British House of Parliament, dem Brighton Dome und dem London Roundhouse.

Derzeit arbeitet sie am Maxim Gorki Theater in Berlin, wo sie als Schauspielerin und Musikerin tätig ist und wo ihre Kompositionen aufgeführt werden. Sie spielt in den Theaterstücken “Roma Armee” (Eröffnungsstück der Spielsaison 2017) und “Yes but No’” (Eröffnungsstück der Spielsaison 2018), die begeisterte Musikkritiken erhalten haben, in denen sie “die blonde Amy Winehouse” genannt wird.

 

Eintritt: 15,- / 10,- (erm.) / 5,- € (mit Berlinpass) | Kinder bis 14 J: frei

 

Ein Projekt von Roma Trial e.V., gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.