Unter der Dunkelheit wird alles versteckt: Der Kampf um die Erinnerung an das nationalsozialistische „Zigeunerlager“ in Lety

13. Oktober 2016, 18 Uhr, Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstraße 44, 10117 Berlin

Von August 1940 bis Dezember 1943 waren über 1.700 Menschen im20161013_Lety_Einladung_Vorderseite Lager Lety interniert. Das Dorf in Böhmen gehörte nach dem Einmarsch der Wehrmacht im März 1939 zum Deutschen Reich. Die große Mehrheit der Häftlinge in Lety waren ab Sommer 1942 Roma. Mehr als 800 Roma wurden 1942/43 nach Auschwitz verschleppt, wo die SS fast alle ermordete. Seit 1971 steht auf dem Gelände ein Schweinemastbetrieb. Erst 1995 wird auf Initiative des damaligen Staatspräsidenten Václav Havel (1936¬–2011) in der Nähe ein Gedenkstein errichtet. Debatten um die Angemessenheit des Gedenkens am historischen Ort beherrschten die letzten Jahre.

PROGRAMM

Begrüßung20161013_Lety_Einladung_Rueckseite
S. E. Tomáš Jan Podivínský, Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland

Einführung
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Jozef Miker, Romaaktivist und Vorsitzender des Vereins »Konexe«

Vortrag
Markus Pape, Journalist und Autor, Prag

Podiumsdiskussion
Antonin Hradilek, Sonderbeauftragter für Holocaustfragen, Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Tschechischen Republik,
Jozef Miker,
Markus Pape,
Mikuláš Vymětal,
Pfarrer für Minderheiten der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder,
Wolfgang Wippermann, Freie Universität Berlin,
Patricia Pientka, Historikerin, Berlin (Moderation)

Die Einladungskarte finden Sie hier als PDF.
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13. Oktober 2016, 18 Uhr, Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstraße 44, 10117 Berlin

Bitte melden Sie sich per E-Mail unter info[at]stiftung-denkmal.de bis spätestens 11. Oktober 2016 an.

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