Abschluss des Projektes ‚RomnjaJazz‘ – Ein kleiner Rückblick

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Abschluss des Projektes ‚RomnjaJazz‘ – Ein kleiner Rückblick

Mit dem Beginn des neuen Jahres kommt nun auch das musikalische Projekt RomnjaJazz zu seinem Ende.

Nicht nur Frauen generell sind innerhalb der Jazzmusik deutlich unterrepräsentiert – vor allem auch Frauen, die sich zu „People of Color“ zählen oder einen anderen Minderheitenhintergrund haben, haben es wegen anhaltender Benachteiligung besonders schwer, sich in der Szene durchzusetzen.

Deswegen initiierte RomaTrial e.V. mit der Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa das einjährige Unterstützungsprogramm RomnjaJazz: 11 Monate lang arbeiteten drei Jazzmusikerinnen und -komponistinnen aus Berlin mit Sinti- und Roma-Hintergrund mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zusammen, um ihre künstlerische Entwicklung voranzutreiben, ihre praktischen Management-Fähigkeiten zu verbessern und ein attraktives Image für ihre Selbstpräsentation zu kreieren.

Nach einer Reihe von gefühlvollen und eindrücklichen Konzerten, unter anderem in den atmosphärischen Räumen der Ulme35 und im Rahmen der ‚WorldWideMusic‘-Reihe in der Werkstatt der Kulturen, blicken wir jetzt auf eine erfolgreiche Zeit mit vielen bewegenden musikalischen Momenten zurück.

Diversität und Frauen-Power

Natürlich wäre dieses Projekt ohne die drei involvierten Künstlerinnen Tayo Awosusi-Onutor, Riah Knight und Matilda Leko nicht möglich gewesen. Mit  ihren vielseitigen Biografien und Genre-überschreitenden musikalischen Einflüssen repräsentieren sie die Diversität von Sinti und Roma und die wachsende Frauen-Power der Communities.

Die Afro-Sintezza deutsch-nigerianischer Herkunft Tayo Awosusi-Onutor singt mit einer warmen Soulstimme und liefert eine coole Mischung aus Soul, RnB, Jazz und Musik der Sinti und Roma. Die Sängerin und Songwriterin versteht es, Lieder auf Englisch, Deutsch oder Romanes mit Leichtigkeit zu interpretieren, da sie in verschiedenen Kulturen zuhause ist.

Auch die Sängerin und Komponistin Matilda Leko zeichnet sich durch ihren vielfältigen und abwechslungsreichen Klang aus. Die gebürtige Wienerin mit serbischen und Roma-Wurzeln begann schon früh in ihrem Leben mit verschiedenen Musikrichtungen zu experimentieren: von den Klängen ihrer Heimat über Pop, Rock, Soul bis hin zum Jazz.

Ihr SongMe sem tuće sa so si tu“ kann hier angehört werden:

Die Britin und Romnja Riah Knight spielt Jazz Inspired, Downtempo und Original Soul, geprägt von ihrem charismatischen Gesang, ihren stimmungsvollen Texten und einem Hauch von Folk. Sie schreibt und tritt seit zwölf Jahren als Sängerin und Songwriterin auf.

Ihre Songs lassen sich hier anhören:

Konzert-Eindrücke aus der Ulme35

2020-01-31T14:31:54+01:00

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